Als einer der glücklichen RUSE-Betakeygewinner möchte ich euch kurz meine Erfahrungen mit dem Spiel in Form eines kleinen Reviews mitteilen.
Erster Eindruck
Startet man das Spiel, so wird man von einem sehr schlichten Hauptmenü begrüßt. Da wir uns momentan noch in der Beta befinden, sind fast alle Schaltflächen angegraut, nur die Accountverwaltung und der Multiplayermodus sind anwählbar.
Auch beim beitreten eines Multiplayerspieles bleibt die Auswahlmöglichkeit sehr gering, man kann nur die Größe des “Gefechts” auswählen (1vs1 oder 2vs2). Auswahl der Karte usw. übernimmt momentan noch der Server.
Mehr Möglichkeiten hat man allerdings, wenn man sein eigenes Spiel hostet, was ich allerdings in Ermangelung von Freunden, die einen Betakey haben, nicht ausprobieren konnte.
Grafik
Die Grafik überrascht weniger durch die technische Umsetzung, als durch den Detailreichtum. Kann man in der Übersicht noch Flussläufe und ganze Städte sehen, sieht man in der größten Zoomstufe die einzelnen Blätter eines Weinstocks.
Zoomt man ganz heraus, so sieht man taktische Symbole für die Einheiten, die übrigens sehr praktisch zusammengefasst werden ( Wer Risiko kennt, weiß, was ich meine), so kann man in der Nahansicht das Mündungsfeuer der Panzer genau anschauen und sieht sogar die verkohlten Bäume, wenn der Panzer darüberfährt.
Alles in allem ist die Grafik sehr stimmig, man sieht sogar das Fallobst auf dem Boden.
Ein nettes Schmankerl ist überdies das “Brettspiel”-Feeling, das Entsteht, wenn man ganz Herauszoomt.
Dann erscheint die Karte nämlich ähnlich wie ein Tisch, an dem die Feldherren ihre Strategie zurechtlegen und man kann im Hintergrund die Funker ihre Arbeit verrichten sehen.
Zoomt man näher hinein, wird die Karte wieder von einem (verbesserungsfähigen) Himmel überspannt.
Für eine Beta sieht das Spiel schon sehr toll aus, deswegen gebe ich bedenkenlos eine
8/10
Gameplay
RUSE spielt sich sehr schnell, aber trotzdem nicht hektisch.
Einerseits wird das hohe Spieltempo durch ein sehr einfaches Rohstoffsystem sichergestellt (Es gibt nämlich nur einen “Rohstoff”: Geld).
Andererseits aber muss man gewisse Einheiten erst erforschen, und die Karten sind stellenweiße doch recht groß.
RUSE lebt vor allem von der großen Freiheit. Der eigenen Taktik sind keine Grenzen gesetzt.
Man kann den Krieg im Großen führen, und muss dafür die (ganz herausgezoomte) taktische Karte nie verlassen, oder auch einen Guerillakrieg führen und mit einzelnen Fallschirmjägern gegnerische Fabriken (liefern Geld, den einzigen Rohstoff) ausschalten.
Auch Liebhaber eines zünftigen Häuserkampfes kommen nicht zu kurz – einige schlau platzierte Scharfschützen können in einem Dorf ganze Panzerverbände ausheben.
Dazu kommen noch die sogenannten RUSEs. Sie ermöglichen es einem, dem Gegner falsche Sachen vorzugaukeln, Truppen auszuspionieren usw.
In gewissen Zeitabständen darf man immer wieder einen neuen dieser (zeitbegrenzten) RUSEs aktivieren.
Soweit die Theorie – doch wie sieht es in der Praxis aus?
In fast allen meinen Spielen verwendete ich fast ausschließlich die taktische Ansicht. Meine Gegner positionierten ihre Artilleriegeschütze meist so raffiniert, dass es mir unmöglich war, gegnerische Einheiten überraschend zu überfallen, oder sogar einen Hinterhalt in einem Dorf vorzubereiten.
Dadurch, dass man jederzeit auch die Position gegnerischer Truppen angezeigt bekommt (es sei denn, der Gegner aktiviert das Camouflage-RUSE), fällt es einem auch meist leicht, gegnerische Strategien vorauszuahnen.
Im Endeffekt läuft es darauf aus, seine Helikopter einfach auf den Panzer zu schicken.
Auch die RUSEs geben auf dem Papier mehr her als in der Praxis. Die meisten RUSEs werden für den Geschwindigkeitsboost verwendet, der die eigenen Einheiten (auch die Geldtransporter beschleunigt).
Setzt man seine RUSEs aber schlau und unkonventionell ein, kann man seinem Gegner doch einige Überraschungen bereiten.
Alles in allem gebe ich dem Gameplay, dank der unglaublichen taktischen Möglichkeiten:
8/10
Spielspaß
Kurz: riesig!
Etwas länger:
Man hat das Gefühl, das Spiel stellt nur einige Regeln auf und überlässt dem Spieler den Rest.
Sollte ich das Spielgefühl beschreiben, würde ich sagen:
Es ist eine Mischung aus Risiko (Taktiken), Stratego (Hinterlist, Überraschung) und Schach (Anspruch, zumindest bei guten Gegnern).
Was soll ich mehr sagen? Meine Punktzahl:
10/10
Balance
Ist es nicht ein bisschen verfrüht, in einer Beta schon von der Balance zu sprechen?
Ja und Nein.
Natürlich wird noch viel geändert werden, aber trotzdem möcht ich kurz auf die Balance eingehen.
Hier siegt nicht die pure Macht, sondern ausschließlich der Intellekt!
Man kann noch so viele Infanteristen auf offenem Feld gegen einen Panzer anrennen lassen, es wird nichts helfen.
Stellt man dagegen einen einzigen Infanteristen an der richtigen Stelle in ein Dorf, hat er keinerlei Probleme, auch mehrere Panzer auszuschalten.
Genauso wird ein Spieler, der eine riesige Fliegerstaffel aufbaut gegen ein paar FLAKs alt aussehen.
Allgemein hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Infanterie ein wenig zu schwach ist, und die MGs und FLAKS ein bisschen zu stark sind. Oft ist die Defensive die bessere Wahl, was ich ein bisschen schade finde.
Da wir uns aber noch in der Beta befinden, kann sich ja noch viel ändern, und ich möchte hier keine verfrühte Wertung abgeben
Trotzdem gibt es wegen dem taktischen Anspruch hier von mir:
9/10
Steuerung
Hier gibt es nichts sonderlich Erwähnenswertes.
WASD bzw. Pfeiltasten: Über die Karte fliegen.
Mausrad – Zoomen.
Mausrad und Maus – Blickwinkel ändern.
Positiv ist mir die vor allem aufgefallen, das das Spiel einem mitteilt, wie sich die momentan ausgwählten Einheiten gegen die gegnerischen Einheiten, die unter der Maus sind schlagen würden.
Alles in allem gebe ich hier:
7/10
Interface
Das Interface glänzt durch Unauffälligkeit. Braucht man es nicht, klappt es sich zusammen und zurück bleiben als Einziges die Zeitanzeige, die Punktanzeige und die Geldanzeige.
Man kann gleichzeitig aber jede beliebige Einheit mit 2 Mausklicks erreichen.
Klickt man auf ein Gebäude, öffnet sich das Menü gleich an der Entsprechenden Stelle.
Das Menü ist zwar schmucklos, aber zweckmäßig, deshalb gibts von mir:
7/10
Fazit:
Grafik: 8/10
Gameplay: 8/10
Spielspaß: 10/10
Balance: 9/10
Steuerung: 7/10
Interface: 7/10
Insgesamt: 8/10
Ein Strategiespiel, das auf jeden Fall einen Blick wert ist!
Sollte es noch Fragen geben, stehe ich euch in den Comments jederzeit zu Verfügung!

Ich hab die Beta auch gespielt und finde es ätzend langweilig.
Die Zoom funktion ist mist, da sie den Blickwinkel immer in einen für mich unpassenden Winkel schiebt. Man ist ständig am rumschieben.
Letztendlich gibt es nur eine Taktik die zum Sieg führt und die Changsen, das der Gegner diese durchschaut oder nicht sind halt 50:50.
Wer dann noch am schnellsten geclickt hat, der hat gewonnen.
Wenn der Gegner einem richtig erwischt wurde, gibt es keine zweite Changse. Das Spiel ist gelaufen.
Die Zeit stetzt alles unter Druck, so dass man auch garnicht überlegen muss, was mache ich wenn der Gegner meine erste Angriffswelle entdeckt hat.
Die Grafik finde ich dagegen gut. Vielleicht macht es auf einem Surface Tisch Spaß. So aber ist es einfach eine 0 Nummer. Da gibt es genug andere Spiele die da besser sind.
Hört sich auf jeden Fall sehr gut an. Ich werde mir vll. das Spiel kaufen bei Erscheinungsdatum. Vll. kommt ja sogar eine große Community bei rum, dies wäre sehr schön.
Der Review ist nun ja vielleicht etwas aufschneiderisch beinah.
Das ist mehr eine grobe Zusammenfassung deiner Sicht …die warum für uns wichtig ist?!
Denn in dem Review beschreibst du ausschließlich was dir gefällt.
“…Zoomt man näher hinein, wird die Karte wieder von einem (verbesserungsfähigen) Himmel überspannt….”
Warum verbesserungsfähig?
“…Hier siegt nicht die pure Macht, sondern ausschließlich der Intellekt!”
Hier siegt also der Intellekt, soso… nicht doch intelligenz?
“…Alles in allem ist die Grafik sehr stimmig, man sieht sogar das Fallobst auf dem Boden…”
Jaja ich hab schon verstanden, die Grafik haut dich um.
Aber mal davon abgesehen nehme ich es mir, genau wie du , einfach mal raus Punkte zu verteilen.
Dein Gametest 6/10 , nichts visuelles , Kein Bezug auf die Werte.
Aber ist die eigene Meinung nicht das, was eine gute Review ausmacht?
Soll ich die Meinung der Allgemeinheit vertreten (wozu würde ich das review dann schreiben?), oder soll ich die Meinung jedes Lesers vertreten (wer würde den Reviews lesen, wenn er sich nich eine zweite Meinung einholen könnte)?
Aber natürlich hast du – wie jeder andere – das Recht, deine Kritikpunkte aufzuzählen.
Sollte ich nochmal ein Review machen, werde ich versuchen, mir deine Kritik zu Herzen zu nehmen.
Ich werfe mal in den Raum: jeder Test ist die subjektive Meinung des Schreibers. Dabei orientiert er sich an möglichst objektiven Kritierien. Klingt komisch, ist aber so.
Nur blöd, dass das nur die wenigsten kapieren.
reviwe gefällt mir auch sehr gut
Hi ich finde auch schönes Review nur solltes du unter steuerung erwähnen das dieses Spiel Touchscreens unterstützt und auch durch die baumenü steuerung fördert.
Ist zwar ein nettes Gimmick, aber wer hat den im Moment einen Touchscreen an seinem Desktoprechner? Ich jedenfalls nicht
.
Im Trailer sahs ja aber ganz toll aus, daher gebe ich dir Recht.
sehr schöner review
Ich denke da bist du einer der wenigen, der sich dafür begeistern kann. ICh denke mir und vielen andern ist es viel zu strategisch. Die meisten stehen eher auf schnellere Action und ein richtiges RTS.
Wie ich schon beschrieben habe, muss man echt Spaß an Taktik haben.
Spannung nur über Spieltempo zu generieren war noch nie meine Sache…
Tut mir leid, hab vergessen, den Namen hinzuschreiben, der Review ist von mir.